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Dezember 2014

Die Kinderuhr

Im Laufe des Jahres erzählte Birte, dass sie für Lily eine Kinder-Lern-Uhr sucht. Bei einem bekannten Kaffee-Versender gab es mal eine, nun sei sie aber vergriffen. Sie wäre so schön gewesen, mit abnehmbaren Tierfiguren, mit deren Hilfe sich die Uhrzeit gut darstellen kann.

Dies war dann die Initialzündung, nach einer solchen Uhr im Internet zu fahnden und schließlich wurde ich auch fündig. Vor Jahren gab es mal eine entsprechende Bastelvorlage in der Zeitschrift »Selbermachen«:

 

 

 

 

 

 

 

 

Schwierig wurde es aber, das alles aufs Papier zu bekommen, damit man es in der richtigen Größe auf die Holzplatte übertragen konnte

Dies hat noch einige Zeit und teilweise (fast) schlaflose Nächte benötigt, bis ich eine Lösung gefunden hatte, mit der ich zufrieden war, denn ich wollte das noch viel besser machen, als im Heft vorgeschlagen.

So sollte es zum Beispiel möglich sein, in der Vorlage die Tierfiguren auszutauschen und somit die Uhr ganz individuell gestalten zu können.

Also habe ich das Ganze getrennt. Zunächst habe ich am Computer die eigentliche Uhr gestaltet und gleich auf die vorgesehene Größe gebracht. Die zentralen Punkte der Tiere habe ich mit einem Punkt markiert.

Die Tierfiguren habe ich dann eingescannt und ebenfalls auf die entsprechende Größe gebracht und auch hier die jeweiligen zentralen Punkte markiert.

Nun konnte ich sowohl die Tierfiguren, als auch dis Uhr ausdrucken.. Letztere war, wegen der Größe von annähernd 40 cm Durchmesser auf vier Blätter verteilt, die ich dann zusammen setzen musste, was aber wegen der eingearbeiteten Hilfslinien kein Problem war. Das ganze wurde auf die zu bearbeitende Holzplatte (6,5 mm starke Birke-Multiplex) gelegt (natürlich Pauspapier dazwischen), die einzelnen Tierfiguren wurden nur grob ausgeschnitten, so dass ich sie dann nach Wunsch positionieren und mir Reißnägeln durch die Markierungspunkte festpinnen konnte.

Jetzt musste es Alles nur noch fein säuberlich auf die Holzplatte durchgepaust werden, und der nächste Arbeitsschritt konnte beginnen.

Alle notwendigen Konturen waren übertragen und nun ging es ans Aussägen. Dies war aber einfacher gesagt, als getan.

Die ursprünglich von mir vorgesehene Dekoupiersäge (elektrische Laubsäge) erwies sich als vollkommen ungeeignet. Hier hat sich einmal mehr gezeigt, dass es oft keinen Sinn macht, bei vermeintlich günstigen Angeboten im Supermarkt zuzuschlagen - die Qualität ist entsprechend und das Ergebnis ernüchternd.

Also blieb mir nichts anderes übrig, zur guten alten (Hand)Laubsäge zu greifen. Allerdings musste ich mir die erst noch besorgen, nach ca. fünf Jahrzehnten befand sich so etwas nicht mehr in meinem Bestand. Aber jetzt! Und los ging es:

Die Uhr besteht aus zwei aufeinander geklebten Holzplatten. Auch die untere (16 mm Birke-Multiplex) ist natürlich rund. Vor dem Aussägen der Tierfiguren, wurden beide Platten aufeinander gelegt und fixiert. Alle Markierungspunkte in den Tierfiguren wurden mit einem dünnen Bohrer durchbohrt, so dass der Bohrer auch leicht in die untere Platte eindrang. Dies haltemehrere Vorteile: Zum Einen war in den Tierfiguren ein Loch entstanden, durch das eine kleine Schraube von hinten in den aufgesetzten Griff aus einem kleinen Stück von einem Rundstab gedreht werden konnte. Gleichzeitig war die Stelle auf der unteren Platte markiert wo mit einem 10 mm Bohrung eine Vertiefung gebohrt werden konnte, in dem dann später ein kleiner Magnet eingeklebt werden konnte. Die (eigentlich unnötige) Schraube in der Figur ist nun der Gegenpol und hält die ausgesägte Tierfigur in ihrem Ausschnitt und verhindert so ein Herausfallen. Es klappt wunderbar.

Nach dem Aussägen und Verputzen kam dann die zeitaufwändigste Arbeit: Das Bemalen der Tierfiguren Und natürlich auch der eigentlichen Uhr).

Da es sich ja bekanntlich um eine Kinderuhr handelt und anzunehmen ist, dass die Tiere auch mal auf ihren Geschmack hin getestet werden, durfte natürlich nur äußerst unbedenkliche Farbe verwendet werden, die für Spielzeug geeignet ist. Ich habe mich für Farben der Fa. Auro entschieden, die auf Pflanzenbasis hergestellt werden. Der höhere Preis war es mir auf jeden Fall wert.

Aus den Grundfarben habe ich mir kleinste Mengen gemischt und die Figuren damit mehrmals von vorne und hinten angemalt. Durch die Trocknungszeiten kam Weihnachten immer näher!

Auch die Uhr wurde bemalt, aber das war etwas einfacher zu bewerkstelligen. In der Mitte habe ich einen quadratischen Ausschnitt (in beiden Platten) ausgesägt, der das Uhrwerk aufzunehmen hat.

Als alle farbigen Teile fertig bemalt waren, wurde alles noch zweimal zum Schutz mit Klarlack überzogen. Vorher erhielten die Tierfiguren natürlich noch die ihrer Position entsprechenden Zahlen.

Zum Schluss wurde das Zifferblatt mit dem montierten Uhrwerk und den Zeigern aufgeklebt und das Gehäuse des Uhrwerks von hinten im Ausschnitt fixiert.

Entgegen der Empfehlung in der Baubeschreibung, habe ich kein 2,- Euro Uhrwerk eines bekannten schwedischen Möbelhauses eingebaut, sondern habe mir bei einem Spezialversand für Uhren-Bausätze Uhrwerk, Zifferblatt und Zeiger besorgt. Auch hier war es mir Wert, einen höheren Preis zu bezahlen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Ergebnis kann sich, glaube ich, sehen lassen. Ich bin schon etwas stolz darauf, denn es war meine erste derartige Bastelarbeit seit vielen Jahren.

 

Natürlich musste ich dann noch eine passende Verpackung basteln, die der Uhr bei der weiten Reise nach Norwegen ausreichend Schutz bieten konnte.

 

Zu dieser Zeit war Lily mit Ihren Eltern schon unterwegs nach Deutschland, um mit uns gemeinsam Weihnachten zu feiern..

Lily hat sich riesig gefreut und fand das Tierpuzzle ganz toll. Noch in der Schachtel hat sie die Figuren herausgeholt und versucht, sie wieder an den richtigen Platz zu setzen. Mittlerweile klappt das prima und die Uhr hat einen festen Platz in ihrem Kinderzimmer bekommen. Stolz zeigt sie immer wieder

»Klokke min«

Es hat mir großen Spaß gemacht und so ist es kein Wunder, dass die nächsten Projekte in der Planung sind.

Auch darüber werde ich hier berichten. Schaut mal wieder hier herein und lasst Euch überraschen! 

Über Kommentare würde ich mich sehr freuen. Gerne beantworte ich auch Fragen zum Projekt.

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05.09.2021

Hier wird unsere Ferienhütte in Norwegen entstehen. Die Geschichte dazu gibt es dann auf der separaten Seite unter »die Leischner«